Das tote Gleis

Dieser Schnappschuß ist am letzten Freitag kurz vor Schöppenstedt entstanden. Der Feldweg von Watzum kreuzt dort die Trasse der ehem. Bahnstrecke Wolfenbüttel-Oschersleben. Eine Bahnstrecke, welche durch die Deutsche Teilung natürlich unterbrochen wurde. Dennoch war die Strecke von Schöppenstedt bis Jerxheim noch bis vor einigen Jahren in Betrieb, und von Jerxheim ging es über die Bahnstrecke Jerxheim-Helmstedt weiter. Aber auch diese Strecke ist zum größten Teil Geschichte, sie wurde für den inzwischen auch erschöpften Tagebau Schöningen unterbrochen, ein Rest der Strecke dient noch der Verbindung des Kraftwerks Buschaus mit Helmstedt.

Als Kind und als junger Mann habe ich noch den Personenverkehr auf dieser Strecke erlebt. In Schöningen gab es noch ein mechanisches Stellwerk, und außerhalb der Zeiten der Zugbegegnung hat der Fahrdienstleiter dort Fahrkarten verkauft. Heute sind die Bahnhöfe geschlossen, vieles verfällt und die Natur holt sich ihre Flächen zurück. Die Menschen fahren mit dem Auto oder ziehen gleich ganz weg. So sieht es aus, in der niedersächsischen Pampa…

Das s/w-Foto zeigt ein von Büschen überwachsenes Eisenbahngleis. Links vom Gleis steht ein Form-Hauptsignal, welches den Haltbegriff anzeigt.

  • Blende: ƒ/2.8
  • Kamera: Canon PowerShot A2400 IS
  • Aufgenommen: 23 November, 2018
  • Blitz: Nein
  • Brennweite: 5mm
  • ISO: 250
  • Verschlusszeit: 1/30s

Das Foto ist etwa hier entstanden:

 

Ein Blick in die Vergangenheit

Obwohl Deutschland ein relativ dicht besiedeltes Land ist gibt es doch immer wieder ein paar verborgene Ecken, welche einen Blick in die Vergangenheit erlauben. Die Fotografie dieser Ecken ist ein häufig kritischer Punkt, da es leider auch Menschen gibt, welche nicht nur Fotos mitnehmen sondern auch, bewusst oder unbewusst, die Dinge verändern oder zerstören. Und so geht dann auch immer ein wenig der Erinnerung in die Vergangenheit verloren. Daher habe ich auch darauf verzichtet, bei diesem Beitrag den Ort des Fotos dazu zu schreiben… Daher werden auch Kommentare, welche den Ort enthalten, nicht veröffentlicht. Wer einen guten Grund hat, um den Ort zu erfahren, kann mich ja per Mail anschreiben…

Das s/w-Foto zeigt ein altes, von Efeu zum Teil schon überwuchertes, Grabkreuz