Die Hoffnung auf Frieden

Als junger Mensch hatte ich öfter Kontakt zu Menschen aus Belarus, der Ukraine und Russland, vor allem durch meine ehrenamtliche Arbeit in der Tschernobyl-Hilfe. Und dabei hatte ich die Hoffnung, das die Zukunft eine friedliche, freie Welt bringt in der Menschen auf Augenhöhe zusammenarbeiten, um Probleme zu lösen oder Ideen für eine bessere Welt umzusetzen. Den Traum habe ich immer noch und möchte ihn auch festhalten. Aber der Eindruck, das diese gute Welt zum greifen nah ist war wohl doch eine naive Träumerei. Und doch hoffe ich entgegen jeder Vernunft, das es doch einen Weg zum Frieden gibt.

Das Bild zeigt ein brennendes, rotes Teelicht in der Dunkelheit

Trübe, verlorene Zeiten und Orte

Es ist November. Der graue Monat zwischen dem farbenfrohen, herbstlichten Oktober und den fröhlichen Lichtern des kalten, weihnachtlichen Dezembers. Einer spontanen Idee folgend führte die heutige Radtour über die Feldwege bei Mattierzoll und dort ist auch diese Foto von einem alten, verfallenden Stellwerksgebäude entstanden. Die „verlorenen Orte“ oder „Lost Places“ sind ja schon seit einiger Zeit ein Thema in der Fotografie. Ein Thema, was zwar bei mir viele Fragezeichen erzeugt, aber doch irgendwie spannend ist. Es ist faszinierend, was es alles in der Vergangenheit mit hohem Aufwand gebaut wurde, dann nicht mehr gebraucht wurde (oder als nicht mehr Zeitgemäß galt) und so verloren ging…. Aber auch die Zeit kann verloren gehen. Wir sind heute in der vierten Corona-Welle, das zweite Pandemie-Weihnachten steht vor der Tür und die Forderungen nach einem weitern Lockdown werden lauter. Auf der anderen Seite sind viele Menschen nur genervt von den Maßnahmen. Und auch der Alltag ist komplizierter geworden, so das es verständlich ist, das Dinge auf die Zeit „nach“ Corona verschoben werden. Und so tröpfelt die Zeit vor sich hin. Und leider verzögern sich auch Dinge und Problemlösungen, die eigentlich dringend sind…

Vor einem Jahr habe ich um diese Zeit auch Arbeit und Zeit in den Aufbau eines Impfzentrums gesteckt (Hier dazu ein Beitrag). Das Zentrum ist heute abgebaut und die Politiker, die es geschlossen haben, fordern zum Teil die Wiedereröffung…. Verrückte Zeit. Ja, es gibt keinen einfachen Weg raus aus der Pandemie und ich glaube auch nicht, das es Maßnahmen gibt, die Wunder bewirken. Dennoch wünsche ich mir, das sich die Zeiten wieder ändern.

Ds Foto zeigt ein altes, verfallenes Stellwerksgebäude, welches von der Natur schon langsam überwuchert wirid. Die Fenster sind entweder kaputt oder notdürftig mit irgendwelchem Kram zugemacht, unter dem Schild Mattierzoll hat irgendjemand das Wort "PRIVAT" geschrieben. Es sieht alles verlassen aus.